Three Palms Inn
29. 6. 2012 – 22. 9. 2012
Opening / Eröffnung: 28. June 2012, 19.00 h
In the presence of the artist / in Anwesenheit des Künstlers
Introductory words by / einleitende Worte von Cultural Attaché Marlene Nice, U.S. Embassy, Vienna
Three Palms Inn is a series of photographs about Presidio, Texas and the surrounding Rio Grande region along the Texas/Mexico border. For most of its life the Rio Grande was crossed without thought, particularly in the Presidio area, which has been inhabited for more than a thousand years. Yet over the last few decades this natural resource, vital to sustaining life in this formidable desert landscape, has become an increasingly fragile line of political demarcation between two countries. Meant to serve as a catalyst for reflection on the natural and cultural landscapes of this borderland region, these pictures are about my exploration of how the river and natural environment, as well as the political culture, have influenced the development of this place.
Three Palms Inn ist eine fortlaufende Fotoserie über die Landschaften von Presidio,
La Junta de los Rios und die Wüstenregion entlang der texanisch-mexikanischen
Grenze. Die Arbeit reflektiert in Bildern, wie die Natur- und Kulturlandschaften des Grenzlandes, wie der Fluss und seine natürliche und politische Umwelt die Entwicklung dieses Ortes beeinflusst haben.
Es ist ein stilles, herbes Land, dessen erhabene Weite von Rauheit und spärlicher
Besiedlung gekennzeichnet ist. Ein Großteil der Region wird von Gestrüpp, sandigen
Hügeln und den für die Chihuahua-Wüste typisch schroffen Bergen vereinnahmt -
eine wilde und gleichzeitig bedrückende Schönheit. Mittendrin fließt eine kleine
Lebensader: Der aus den Rocky Mountains südwärts strömende Rio Grande vereinigt
sich mit dem Rio Conchos aus dem westlichen Mexiko zur Junta de los Rios, einer
Oase inmitten einer Landschaft des Teufels.
Presidio in Texas und ihre mexikanische Partnerstadt Ojinaga liegen südlich dieser
Flussgemeinschaft. Das Wasser hat ihr Entstehen vor rund tausend Jahren ermöglicht,
und der Rio Grande wurde lange Zeit ohne Einschränkung genutzt und gequert. Erst
in den letzten Jahrhunderten entwickelte sich diese natürliche, für das Überleben in
der gewaltige Wüste entscheidende Ressource zu einer immer sensibleren politischen
Demarkation. Die ersten europäischen Einwanderer vereinnahmten Land und
Ressourcen im Namen ihrer Königshäuser und Religionen, setzten Verträge zur
Teilung der Länder entlang des Gewässers auf. Was einmal ein Fluss war, ist jetzt
eine Grenze: In den vergangenen zehn Jahren wurde der amerikanische Grenzschutz
Border Patrol verdoppelt, um die illegale Einwanderung zu bremsen - ein Vorgehen,
das von vielen gerne als "America´s Third War" bezeichnet wird.
Images: Jason Reed, Nightsight and
New Border Patrol Government Housing, 2010



